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Laserplattenspieler |
Flurinamsler
Kolumnen Autor & Mod
    

Dabei seit: 20.03.2009
Beiträge: 350
Spezialist: Pop/Rock, Jazz Herkunft: Therwil, Schweiz
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Habe soeben einen (wenn auch nicht mehr brandaktuellen) Weblog mit Infos zum Laserplattenspieler ELP LT-1 gefunden. Jedoch habe ich meine Zweifel, wie gut das funktioniert, da man ja den Laser sicher immer wieder justieren muss und die Systeme immens teuer sind. Laut Wikipedia kostet ein Laser-Plattenspieler zwischen $10.000 und $14.000. Das ist doch einfach exorbitant teuer für ein solches System. Ich persönlich halte es eher für Spielerei, und für diejenigen, welche das Knacken und Knistern bei den LP's stört. Und auch wenn dort von verschleißfreier Wiedergabe gesprochen wird: Ich bin der Ansicht, dass wenn man den Tonarm richtig einstellt, die Platte kaum abgenutzt wird und man sie hunderte von Wiedergaben, wenn nicht über tausend, überlebt.
Und was meint ihr dazu?
Achtung!
Dieser Text bezieht sich auf das Jahr 2009 anhand veralteter Quellen, Preise und Typenbezeichnungen weichen daher vom gegenwärtigen Stand (2012) ab!
SonicAudio
__________________ Gruss Flurin
Etwas unklar? Evt. hilft Dir die Suchfunktion oder die FAQ weiter * Netiquette
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06.06.2009 01:24 |
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SonicAudio
Mod
   

Dabei seit: 02.04.2009
Beiträge: 175
Spezialist: Audiotechnik, Elektroakustik Herkunft: Liechtenstein
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Das kommt ganz darauf an aus welchem Blickwinkel man das betrachtet. Zunächst ist darauf hinzuweisen, daß die dafür vorgesehene Zielgruppe in erster Linie Radiostationen und Medienbibliotheken mit entsprechend großen Schallplattenarchiven sind. Darüberhinaus wird das Topmodell ausnahmslos nur auf Bestellung gebaut und so wie das Standardmodell von Hand gefertigt. Der Verkauf erfolgt nur von insgesamt vier Adressen, wobei eine davon in Saitama, Japan liegt, welche auch den Vertrieb für Europa erledigt. Entsprechend luxuriös ist auch der Service, 2 Jahre Garantie, bei Ausfall sofort anstandslos ein neues Gerät, die Transportkosten übernimmt der Hersteller ELP Corporation, Japan. Bei Kauf eines Neugeräts innerhalb des Testzeitraums übernimmt ebenfalls die Herstellerfirma die Transportkosten. Falls der Kauf zu einem späteren Zeitpunkt erfolgt, trägt diese der Käufer, ca. $ 800 für Europa. Das Gewicht und die aufwändige Verpackung schlagen sich hier zu Buche.
Der Preis für die günstigste Version, den LT-100STD, liegt nun bei $ 8.100 (€ 6.336), aufgrund der letzten Preisänderungen (Jänner 2012). Den Verkauf übernimmt der Präsident Herr Sanju Chiba persönlich, er führt auch sämtliche Kontakte und Verkaufsgespräche mit den Kunden.
Die enorm hohen Entwicklungskosten liegen größtenteils beim Lasersystem selbst, das ursprünglich aus militärischen Laserkomponenten bestand, in der Zwischenzeit aber mit einem eigens entwickelten Audiolaser aufgebaut ist. Diese Einheit besteht aus insgesamt 5 Laser, zwei für die horizontale Nachführung, einer für die vertikale Nachführung und zwei weitere für das Audiosignal selbst. Das Gerät verfügt über ein eigenes computergesteuertes Kalibriersystem, das mit der mitgelieferten Kalibrierplatte im Falle eines Standortwechsels oder Transports vom Anwender selbst durchzuführen ist. Damit ist dieser Plattenspieler der mit Sicherheit aufwändigste, komplizierteste, teuerste und anspruchsvollste der Welt!
Es liegt also beim interessierten Konsumenten selbst, zu entscheiden, ob er diese sicherlich beträchtliche Investition tätigen will, oder lieber darauf verzichtet. Technisch gesehen zahlt sich der Kauf für den einfachen Analog-Puristen nicht aus, da der Abtastverschleiß in einem Privathaushalt selbst für den ambitionierten Sammler minimal ausfällt und die Kosten für ein entsprechend gutes Tonabnehmersystem mit Plattenwaschmaschine verhältnismäßig niedrig liegen. Wenn man sich die Demo-CD der ELP Corporation anhört, ist die Staubunempfindlichkeit und Störresistenz gegenüber uralter und zerkratzter Platten überaus beeindruckend. Selbst mit gebrochenen Platten kommt das Gerät noch zurecht, allerdings bei starker Verschmutzung macht sich diese selbst bei Flankenabtastung als lästiges Knistern bemerkbar. Auch gibt es kein Eigenklangverhalten oder die üblichen Probleme mit elektrostatischer Aufladung, wie bei anderen Systemen, da die Abtastung berührungslos erfolgt.
Am Ende bleibt also lediglich eine Kosten-/Nutzenrechnung, über die nachzudenken ich nur jedem empfehlen kann. Abgesehen davon gibt es mittlerweile bereits alternative Konzepte zur Plattenkonservierung, die wesentlich günstiger und auch sicherer sind.
__________________ "By the end of today, another day is gone forever. You will never get it back. We must never let up for a second. Work harder at every single thing." - Terry Manning
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17.01.2012 15:51 |
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